Herthaburg 

zwischen Himmel, Meer & Kreidefelsen 

Die Sage vom Herthasee

Man sieht oft, besonders im hellen Mondscheine, aus dem nahen Walde, da wo die Herthaburg liegt, eine wunderschöne Frau hervorkommen, die sich nach dem See hinbegibt, um sich darin zu baden. Sie ist von vielen Dienerinnen umgeben, die sie zu dem Wasser hinbegleiten. In diesem verschwinden sie alle, und man hört nur noch das Plätschern des Wassers und das Lachen der Frauen. Nach einer Weile kommen sie sämtlich wieder heraus, und man sieht sie in große, weiße Schleier gehüllt in dem dunklen Wald zurückkehren...

Wenn eine Göttin bis in die heutige Zeit so ungebrochen und unverfälscht in den Sagen erwähnt wird wie die germanische Hertha, auch Nertha oder Nerthus genannt, deutet dies auf ein bedeutendes Heiligtum hin. Vermutlich verehrten auch die nach den Germanen hier lebenden Slawen eine große Göttin, deren Spuren nicht einmal durch das Christentum verwischt werden konnten. 

Man machte sie im Nachhinein schlecht, indem man ihr Menschenopfer zuwies, die archäologisch weder für Slawen noch für Germanen in dieser Gegend nachweisbar sind. 

Aber im Grunde blieb das Bild der Göttin erhalten, die zur Erntezeit von weißen Kühen durch das Land gezogen wurde. Möglicherweise verlief ein Prozessionsweg vom Bereich des Pfenniggrabes bis hinab an den Herthasee. 





 

E-Mail
Anruf
Karte
Infos
Instagram